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Verlängerung der U-Bahn-Linie U6 Heerstraße - P+R-Platz Autobahn A5 - Steinbach

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Das Foto (Bild vergrößern) zeigt eine
U-Bahn der Linie U6 an der Endhaltestelle Ostbahnhof
© Thomas Gerloff (www.tramtom.de)


 
 
U 6-Pläne nehmen Fahrt auf
Taunus-Zeitung vom 3.7.2010
 
Sie pendelt zwischen Frankfurt Ostbahnhof und Heerstraße. Geht es nach dem Wunsch der Kronberger, soll die U-Bahn-Linie 6 via Steinbach bis Oberhöchstadt erweitert werden. Foto: Seuffert Anfangs war es nur der Wunsch der Grünen, jetzt will (fast) die ganze Stadt die Verlängerung der U-Bahn-Linie 6 bis nach Oberhöchstadt. Nur die SPD spricht sich noch dagegen aus.
Oberhöchstadt. Die Pläne der Stadt Steinbach, einen Anschluss an die U-Bahn-Trasse zu erhalten, haben alte Überlegungen in Kronberg wieder aufleben lassen. Sollte sich die Verlängerung der U 6 aus Frankfurt kommend bis Steinbach realisieren lassen, dann sei sicher auch eine Erweiterung bis Oberhöchstadt möglich. Getreu dem Motto: Wenn man schon baut und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausbaut, dann richtig.
«Wir haben diesen Anschluss schon vor 20 Jahren gefordert, jetzt, da sich möglicherweise eine Chance dazu bietet, wollen wir nichts unversucht lassen, um die Bahn nach Oberhöchstadt zu bringen», so Grünen-Stadtverordneter Udo Keil. Ihm sei klar, dass die Stadt Kronberg einen langen Atem benötige. «Es ist aber nicht aussichtslos.»
Unterstützung bekommen die Grünen von den anderen Fraktionen. Einzig die SPD sieht es anders, will erst gar keine Gespräche mit den für den Trassenbau relevanten Institutionen führen. Die Sozialdemokraten sind der Ansicht, dass es mit der S-Bahn-Linie 4 von Kronberg nach Frankfurt bereits eine sehr gute Schienen-Anbindung gebe. So lange diese nicht ausgelastet sei (was nicht der Fall sei), brauche man erst gar nicht über die U-Bahn nachdenken. Außerdem stellt die SPD die Kostenfrage.
Keine Konkurrenz
Keil kontert, wundert sich, dass ausgerechnet die Genossen sich gegen Pläne zur Verbesserung des ÖPNV und damit Entlastung des Individualverkehrs wehrten: «Die U 6 nach Oberhöchstadt ist doch keine Konkurrenz für die S 4, sondern vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Jede Fahrt mit der Bahn sorgt für weniger Verkehr auf der Straße und schont die Umwelt.»
Eine Endstation Oberhöchstadt für die U 6, so Kronbergs Erster Stadtrat Jürgen Odszuck (parteilos), sei keine Utopie. «Wenn es denn den Hauch einer Chance gibt, dies zu realisieren, dann sollte die Stadt auch alles daran setzen, sie zu nutzen.» Eine Einschränkung macht der Baudezernent dann aber doch: «Natürlich muss man die Kosten im Blick haben.» Von vornherein auf Gespräche zu verzichten, ohne die Dimensionen und die Finanzierung besprochen zu haben, hält Odszuck für nicht ratsam. Die Stadt solle ruhig mit den Nachbarn in Steinbach und den Betreibern der U-Bahn sprechen und gegebenenfalls in Verhandlungen treten. So sahen es auch CDU, UBG, KfB und FDP. Sie stimmten im Parlament mit den Grünen und sorgten damit für eine große Mehrheit. Damit hat die Stadt den Auftrag, Gespräche aufzunehmen. Eine Entscheidung, dass die U 6 damit kommt, ist dies aber noch lange nicht.
 
 
Kleine Brücke in den Taunus
Frankfurts CDU will die U-Bahnlinie 6 bis an die Raststätte Taunusblick und nach Steinbach verlängern
Von Jürgen Schultheis
Frankfurter Rundschau (Nordwest) vom 2.3.2010
 
Stefan Naas (FDP) ist guter Dinge: „Das ist ein Quantensprung für uns“, sagt der Bürgermeister von Steinbach. Frankfurts CDU spricht sich nämlich für die Verlängerung der U 6 von der Heerstraße über den neuen Haltepunkt Autobahnraststätte Taunusblick hinaus bis nach Steinbach aus. Einen entsprechenden Antrag haben die Christdemokraten jetzt vorgelegt. Und wenn der erste Spatenstich für die Verlängerung irgendwann zwischen 2011 und 2016 gesetzt wird, dann „würde das den Standort Steinbach aufwerten“, sagt Naas.
Die Verlängerung der U6, verbunden mit einem P&R-Platz an der Tank- und Rastanlage Taunusblick an der A5, könnte „geeignet sein, eine zusätzliche attraktive ÖPNV-Verbindung in die Frankfurter Innenstadt besonders auch für Pendler herzustellen“, heißt es im CDUAntrag. Dass die notwendige Nutzen-Kosten-Untersuchung positiv ausfällt, Frankfurt und Steinbach damit auch mit Geld aus dem Fördertopf des Bundes rechnen können, davon ist der verkehrspolitische Sprecher der Frankfurter CDU, Helmut Heuser, überzeugt. Stimmt das Parlament der Vorlage zu, wäre die Verkehrsgesellschaft Frankfurt aufgefordert, die Trasse zu planen.
Heuser sieht große Vorteile für die Kommunen, gerade weil der Pendlerdruck aus dem Norden auf Frankfurt enorm sei. Zwar sei es besser, die Pendler stiegen erst gar nicht ins Auto, wenn sie ins Zentrum wollten. Aber für diejenigen, die ohne Auto nicht auskommen könnten, sei der Umstieg am Taunusblick eine gute Alternative. Heuser möchte das Konzept eines P&R-Hauses, wie es an der Borsigallee am Ende der A 66 steht, noch verbessern. Wer dort parkt, bekommt etwa sein Ticket günstiger, wenn er die U-Bahn nutzt. Zudem kann der Pendler direkt an der Tarifgrenze einsteigen und nur den Innenstadttarif des RMV für Frankfurt zahlen.
20 Jahre Diskussion
Auf Frankfurter Seite würde die Verlängerung laut Heuser das neue Gewerbegebiet in Praunheim anbinden, wo auch die neuen Praunheimer Werkstätten gebaut werden. Da die Strecke zum Teil auch von den Zügen genutzt werden wird, die auf der geplanten Regionaltangente West fahren werden, diese Planung aber noch nicht abgeschlossen ist, will die CDU zumindest bei der Verlängerung zur Raststätte und nach Steinbach Tempo machen.
Die Planung kommt der Stadt Steinbach entgegen, sagt Bürgermeister Naas. Seit 20 Jahren werde die Diskussion geführt, in der Vergangenheit sei eine Verlängerung immer am fehlenden Geld gescheitert. Das könnte nun mit der Nutzen-Kosten-Untersuchung anders werden, weil Geld aus dem Topf des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes fließen könnte. Auch wenn die Details noch nicht geklärt sind und nicht entschieden ist, ob die Linie bis an oder in die Stadt Steinbach verlängert wird, ein Haltepunkt Taunusblick wäre schon gut, sagt Naas, der in seinem Wahlkampf für die Verlängerung der Linie geworben hatte. Zwischen Schwarz und Grün, sagt Verkehrspolitiker Heuser, sei das Projekt jedenfalls unstrittig. Und für die Anbindung von Steinbach hat Stefan Naas schon Ideen
 
 
Anbindung für Pendler
U6 soll bis zur Autobahn fahren
VON CLAUS-JÜRGEN GÖPFERT
Frankfurter Rundschau (Frankfurt) vom 2.3.2010
 
Die Zeiten ändern sich – gerade in der Verkehrspolitik. Und Helmut Heuser, der langjährige Spezialist der Frankfurter CDU, verkörpert diesen Wandel. „Die Zahl der Pendler, die mit dem Auto nach Frankfurt fahren, ist viel zu hoch.“ Dieser Satz geht Heuser heute flüssig über die Lippen. Vor zehn Jahren wäre das noch anders gewesen. Nach den neuesten Zahlen, die Heuser kennt, kommen heute täglich mehr als 320.000 Einpendler in die Stadt – davon mehr als 80 Prozent mit dem Auto. Und deshalb hat Heuser für die CDU den Antrag formuliert, der jetzt im Haupt- und Finanzausschuss des Rathauses mit den Stimmen von Schwarz-Grün und SPD angenommen wurde: Verlängerung der UBahnlinie U 6 über den heutigen Endpunkt Heerstraße hinaus zum Rastplatz Taunusblick der Autobahn A 5.
Dort soll ein großer Park-and-Ride-Platz entstehen, damit die Auto-Pendler ihr Gefährt stehen lassen und auf die U-Bahn umsteigen können. In einer Machbarkeitsstudie soll sogar eine weitere Verlängerung geprüft werden: bis nach Steinbach und Kronberg-Oberhöchstadt.
„Kein Schleichweg für Autos“
Die Ironie der Geschichte: Der heutige Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Grüne) hatte die Verlängerung schon 1992 als verkehrspolitischer Spracher der Grünen ins Gespräch gebracht. Damals scheiterte sie noch am Widerspruch der Landesverkehrsbehörden.
Heute schätzt der Stadtrat Sikorski die Kosten der knapp ein Kilometer langen oberirdischen Strecke zwischen Heerstraße und Taunusblick auf sechs bis acht Millionen Euro. Die Autobahn muss unterquert werden. „Auf keinen Fall darf der Park-and-Ride-Platz so an das Straßennetz angebunden werden, dass ein Schleichweg für Autos nach Frankfurt hinein entsteht“, sagt Sikorski. Da bleibt er sich treu.
 
 
Verlängerung der U 6 wird geprüft
Taunus-Zeitung vom 22.4.2008
 
Steinbach. Ein alter Traum Steinbacher Politik wird wieder neu geträumt: die Verlängerung der U 6 von der Frankfurter Heerstraße bis nach Steinbach. Die Frankfurter CDU hat einen Prüfantrag auf eine vertiefende Untersuchung gestellt, um die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens aktuell zu entwickeln. Zur Unterstützung kündigte der Steinbacher CDU-Fraktionsvorsitzende Heino von Winning einen eigenen Antrag an, der den Steinbacher Magistrat zu Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt über eine Beteiligung an den Untersuchungen ermächtigten soll.
Für Steinbach wäre diese direkte Verbindung der Stadtbahn nach Frankfurt eine erhebliche Aufwertung. Damit könnten zahlreiche Berufspendler vom Auto auf öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Aber auch die Steinbacher Gewerbetreibenden könnten profitieren, weil Kunden und Arbeitnehmer einfacher nach Steinbach kommen.
„Die schwarz-grüne Zusammenarbeit in Frankfurt belebt alte Pläne wieder mit neuen Möglichkeiten für den öffentlichen Nahverkehr Steinbachs“, freut sich Fraktionschef von Winning und bittet die anderen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien um Unterstützung. (og)
 
 
Aus dem Auto in den Nahverkehr
Taunus-Zeitung vom 15.4.2008
 
Frankfurt. Die CDU-Fraktion im Römer hat vorgeschlagen, die U-Bahn-Linie 6 von Praunheim bis nach Steinbach zu verlängern. Gleichzeitig könnte mit dieser Strecke ein neu anzulegender Park-and-Ride-Platz an der Raststätte „Taunusblick“ angebunden werden, meint der verkehrspolitische Sprecher Helmut Heuser. Seiner Ansicht nach wäre das eine „außerordentlich günstige Verknüpfung“ zwischen dem überregionalen Straßen- und dem städtischen Schienennetz, sagte Heuser gestern. Autofahrer könnten ihre Fahrzeuge direkt an der Autobahn abstellen und in den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.
Von der Endhaltestelle Heerstraße müsste die U 6 nur um etwa 800 Meter verlängert werden, erklärte Heuser. So entstünde eine schnelle Verbindung vom Parkplatz zur Hauptwache. Interessant sei dieses Angebot nicht nur für Berufspendler. Auch „die Innenstadt würde als Einzelhandelsstandort an Attraktivität gewinnen“, ist Heuser überzeugt. Darüber hinaus biete sich eine Fortführung der Linie bis nach Steinbach an. Nach dem Willen der CDU soll der Magistrat jetzt die technische Machbarkeit untersuchen sowie Nutzen und Kosten abschätzen. Im aktuellen Gesamtverkehrsplan ist die U-Bahn-Verlängerung als langfristige Option enthalten.
Die CDU sieht das Projekt als Schritt zu dem Ziel, den Anteil der Berufspendler, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen, auf über 25 Prozent zu erhöhen. (mu)
 

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